Politischer Werdegang

Frühe Politisierung

Wie ist das Zusammenleben in der Klasse oder in der Gesellschaft geregelt? Wie lassen sich Konflikte möglichst gerecht lösen? – Schon als Schülerin interessierte ich mich dafür. Sozialkunde war deshalb nicht nur mein Lieblingsfach, sondern auch vollkommen selbstverständlich erste Wahl als Studienfach.

Ein relevanter Aspekt in meiner persönlichen politischen Bildung war sicherlich die Wende. Zwar war ich damals noch ein Kind, aber meine Eltern und die Eltern meiner Freunde waren natürlich direkt von den Folgen der Wiedervereinigung betroffen. In unseren Familien war viel die Rede von den Veränderungen, der Freude und der Unruhe, die damit einhergingen. 

Ein Aha-Moment war für mich dann die Wahl 1998. Ich war 16 Jahre alt und begleitete meine Mutter zur Wahl. In den Tagen davor hatte sie mich permanent ausgefragt. Wie funktioniert das eigentlich? Was heißt denn das: Erststimme und Zweitstimme? Ich hatte das alles in der Schule gelernt. Meine Mutter wählte damals CDU: diese Partei hatte ihrer Meinung ja schließlich im Alleingang für die Wende gesorgt. Ich war unzufrieden. Das Narrativ von Kohl und der Wende war für mich längst widerlegt. Und: CDU? Konservativ? Was hatten meine Eltern aus dem Arbeitermilieu von dieser Partei schon zu erwarten, denen sie doch piepegal waren?

Bei der nächsten Wahl durfte ich erstmals selbst meine Stimme abgeben. Für mich war klar – ich wollte einen starken Sozialstaat, einen vom Staat geförderten Ausgleich für die ungerechten Startbedingungen seiner BürgerInnen – also SPD. Im Frühjahr 2009 trat ich dann ein. Ich war mit einigen Entscheidungen der letzten Jahre nicht glücklich, und wollte mich irgendwie einbringen. 

Politische Aktivität in Lappersdorf

Nach meinem Zuzug nach Lappersdorf setzte ich diesen Vorsatz dann endlich in die Tat um. Ich brachte mich immer mehr in meinem Ortsverein ein, später auch in Kreisverband und Unterbezirk. Seit 3 Jahren leite ich den Ortsverein Lappersdorf, beinahe genauso lange bin ich Bildungsbeauftragte des SPD-Unterbezirks Regensburg. Im Kreisverband war ich zwei Jahre lang Revisorin, seit letztem Jahr gehöre ich auch hier dem Vorstand an. 

Kandidatin für die Bürgermeisterwahl bei den Kommunalwahlen 2020 in Lappersdorf

In Lappersdorf besuche ich regelmäßig die Sitzungen des Gemeinderats. Ich stehe beruflich und mit meiner Familie mitten im Leben. Und ich bin bereit, als erste Bürgermeisterin die Geschicke der Gemeinde Lappersdorf zu leiten – mit sozialem Gewissen und fair im Umgang miteinander.