Nominierung zur Bürgermeisterkandidatin

Bereits im Frühjahr bzw. im Frühsommer hatten sich die drei Ortsvereine unserer SPD und die Marktratsfraktion bei unseren Sitzungen und Versammlungen für mich als Bürgermeisterkandidatin ausgesprochen.

Zuerst musste ich dies allerdings mit meiner Familie besprechen. Bürgermeisterin einer Kommune zu sein, bedeuten selbstverständlich viele Arbeitsstunden. Bislang war ich diejenige, die in Teilzeit arbeitete, um am Nachmittag für die Kinder da zu sein. Auch habe ich die letzten Jahre viel Zeit und Kraft in ein nebenberufliches Studium der Sozialen Arbeit gesteckt – dieses möchte ich bis zum Frühsommer 2020 abschließen. Mein Mann arbeitet jedoch als Geschäftsführer im eigenen Unternehmen ganztags. Als Eltern von drei schulpflichtigen Kindern war es uns daher natürlich sehr wichtig, uns Gedanken über unser zukünftiges Familienleben zu machen, sollte ich tatsächlich ins Amt gewählt werden. Auch die Zeit bis zur Wahl bedeutet ja bereits eine erhebliche Zunahme an Terminen – es ist schließlich Wahlkampf.

In den letzten Jahren hatte ich viel für die SPD gearbeitet: im Markt Lappersdorf als Vorsitzende des Ortsvereins Lappersdorf, aber auch im Kreisverband (dessen Vorsitzende ich nun gemeinsam mit Matthias Jobst bin) und im Unterbezirk als Bildungsbeauftragte. Die SPD und ihre Werte sind mir wichtig, und ich setze mich in jeder freien Minute dafür ein. Ich bin überzeugt, dass man gerade kommunalpolitisch viel von dem umsetzen kann, was wir theoretisch diskutieren und in unseren Programmen festhalten.

Nun wollten mich meine Genossinnen und Genossen vor Ort gern als Bürgermeisterkandidatin für Lappersdorf und als Listenführerin für den Marktrat. Mein Mann und ich beschlossen, dass ich diese Möglichkeit nutzen sollte. Nun würde ich mich auch mit einem politischen Mandat direkt in einem gewählten Gremium für meine Ziele und die der SPD in Lappersdorf einsetzen können. Die Entscheidung stand also fest: Ich würde mich bei den Genossinnen und Genossen der SPD im Markt Lappersdorf offiziell als Bürgermeisterkandidatin bewerben.

Ende November hielten wir dann im Aurelium, im Raum Regina, unsere sogenannte Nominierungskonferenz ab. Die Konferenz war gut besucht. Zuerst stellten wir unseren Programmentwurf vor und diskutierten diesen sehr offen und konstruktiv. Im Anschluss hielt ich meine Bewerbungsrede. Ich ging darauf ein, dass mir Lappersdorf als mein Zuhause sehr wichtig geworden ist, und ich mich hier einbringen möchte. Als SPD-Bürgermeisterin würde ich viel Wert darauf legen, dass Lappersdorf eine Gemeinde für alle ist. Wohnraum müsse bezahlbar bleiben, und die Gemeinde könne mit der richtigen Ausrichtung darauf sehr wohl Einfluss nehmen – bspw. mit der Gründung einer Genossenschaft. Auch dürfe der Markt Lappersdorf bei neuen Bauprojekten nicht immer der Realität hinterherhinken: hier seien gleich Verkehrs- und sonstige Infrastruktur mit zu planen (ein Haushalt mit Projektplanung ist ansonsten unredlich, wenn jedesmal erst so getan wird, als fielen diese Kosten nicht an!) Verkehr müsse langfristig umgeplant werden – nur ein attraktives Angebot von ÖPNV und guten Radwegen bringe Entlastung auf den Straßen und sein ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Auf diese und andere Punkte ging ich ein. Ich sehe die Aufgabe einer Bürgermeisterin nicht nur darin, Gegebenes zu verwalten, sondern durchaus Weichen zu stellen für eine zukunftsfähige Gemeinde. Auch wenn ein Bürgermeister/eine Bürgermeisterin selbstverständlich alle Bürgerinnen und Bürger einer Gemeinde vertritt, ist es nicht verboten, diese Gemeinde auch gestalten zu wollen. Dafür bekommt man schließlich bei einer Wahl auch die Mehrheit der Stimmen!

Ich freute mich sehr, dass meine Bewerbungsrede gut aufgenommen wurde. Mit unglaublichen 100 Prozent Zustimmung wurde ich von allen stimmberechtigten TeilnehmerInnen der Konferenz offiziell zur SPD-Bürgermeisterkandidatin für Lappersdorf nominiert! Mit diesem Vertrauen im Rücken ist die Motivation für den Wahlkampf natürlich besonders groß. Ich bin gespannt darauf, inwieweit unser Programm (das wir nach unserer Diskussion nochmals leicht überarbeitet haben) und unsere Ziele die Bürgerinnen und Bürger im Markt Lappersdorf überzeugen werden. Auch hoffe ich nun natürlich, möglichst viele Menschen im Markt Lappersdorf von mir als Bürgermeisterkandidatin zu überzeugen!

 

https://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-land-nachrichten/katja-stegbauer-will-das-rathaus-erobern-21364-art1856118.html

https://www.wochenblatt.de/politik/regensburg/artikel/307354/katja-stegbauer-geht-in-lappersdorf-als-spd-buergermeisterkandidatin-ins-rennen