Advents-Infostand beim Edeka Unger/ Sonnenmarkt – Ausflug in die Kommunalpolitik

Wie jedes Jahr kamen wir zu unserem stets gut besuchten Advents-Infostand beim Edeka Unger in Pielmühle. Dieser Infostand macht immer sehr viel Spaß, denn es ergeben sich jedes Mal interessante Gespräche.

Diesmal waren wir zahlreich vertreten: Aus Hainsacker kamen Harald Baier und unser 2. Bürgermeister Stefan Königsberger. Der Ortsverein Kareth war wie immer mit Dr. Carolin Wagner und Sabrina Schmidmeister vertreten. Aus Lappersdorf waren Daniela Herbrecher, Jürgen Krall und ich vor Ort. Sogar Klaus Röhrl, der zwar inzwischen in der Stadt lebt, aber fast sein ganzes Leben in Lorenzen verbrachte, kam zum Gespräch vorbei. Mit im Gepäck hatten wir natürlich auch unser erstes Info-Material. So konnten wir interessierten Einkäuferinnen und Einkäufern neben einer Weihnachtskarte einen Postkarten-Flyer mitgeben, auf dem ich mich und meine Ziele kurz vorstelle. Auch eine Einladung zu unserer Adventsfeier konnten wir verteilen. Für besonders Interessierte hatten wir natürlich auch unser Wahlprogramm dabei, wenn auch noch in der ersten Fassung.

Ein besonderes „Zuckerl“ gibt es jedes Jahr von unserer Genossin Sabrina Schmidmeister (Listenplatz 3) aus Kareth. So hatte sie in den letzten Jahren bereits Plätzchen gebacken oder einen Adventskalender „to go“ gebastelt. Dieses Jahr hatte sie kleine rote Perlenengel vorbereitet. Diese könnte man entweder als Schlüsselanhänger, als Geschenkanhänger oder sogar als Baumschmuck verwenden. Auch als Glücksbringer eignen sie sich hervorragend 😉 Es ist immer wieder schön, den Menschen, mit denen man ins Gespräch kommt, auch etwas Selbstgemachtes schenken zu können, und es ist durchaus so, dass diese Mühe auch honoriert wird und sehr gut ankommt.

Natürlich blieben in diesem Jahr besonders viele Menschen bei uns stehen. Jede und jeder von uns war immer wieder im Gespräch mit interessierten Leuten, die sich über die Arbeit des derzeitigen Gemeinderats und über unsere bzw. auch meine Ziele unterhalten wollten. Natürlich kam dabei das Gespräch auch ab und zu auf die Bundes-SPD, die gerade ein neues Vorsitzenden-Paar gewählt hatte. Immer wieder werden wir vor Ort für (teils auch vermeintliche) Fehler der SPD im Bund, seltener auch in der Stadt Regensburg mit verantwortlich gemacht. Natürlich sind auch die Ortsvereine und deren Mitglieder Teil der SPD, und nicht davon losgelöst. Wie es aber in so einem großen Verein mit derart vielen Mitgliedern ist: immer wieder gibt es Entscheidungen, die ich für richtig und gut halte, aber eben auch solche, mit denen ich nicht einverstanden bin. So ist es in jedem demokratischen System, und in jedem Verein. Am Ende kommt es darauf an, dass ich mich grundsätzlich mit den vertretenen Werten identifizieren kann – und an allen Genossinnen und Genossen, mit denen ich persönlich bekannt bin, sehe ich, dass wir uns für die gleichen Dinge einsetzen. Das ist mir wichtig, deshalb gehöre ich trotz mancher Kritik dazu und stehe zu meiner Partei!

Nichtsdestotrotz ist es aber so, dass Kommunalpolitik immer auch anders funktioniert als der politische Betrieb im Bund oder auch in den Ländern. Hier vor Ort kennt man sich, man ist gemeinsam im Verein, kauft beieinander ein, unterhält sich auf dem Heimweg auf der Straße. Die Parteien unterscheiden sich dadurch, dass sie natürlich unterschiedliche Vorstellungen haben, unterschiedliche Angebote machen, wie und mit welcher Gewichtung sie Ziele erreichen wollen. Aber man kennt sich natürlich – denn auch die Parteimitglieder leben natürlich mitten in der Gemeinde, für die sie sich einsetzen wollen. So geht es uns vor Ort weniger um Renten, Sozialabgaben usw., sondern darum, in welcher Reihenfolge die Gemeinde Pflichtaufgaben wie Kinderbetreuung oder Entwässerung abarbeiten soll, und welche Schwerpunkte gesetzt werden: wie kann das Problem Wohnen und günstige Bausätze vor Ort gelöst werden? Welche (Betreuungs-) Angebote für Familien oder SeniorInnen soll es geben? Welche kulturellen Angebote? Wie kann Klimaschutz umgesetzt werden? Und wie bekommt die Gemeinde das nötige Geld dafür zusammen?

Wie nah am eigenen täglichen Leben Kommunalpolitik stattfindet, wissen manche Bürgerinnen und Bürger gar nicht. Umso schöner ist es, dass es doch so viele gibt, die am Infostand stehen bleiben für ein kurzes Gespräch oder gar Diskussion. Die die Gelegenheit nutzen, uns und unsere Ziele hier für unseren Markt Lappersdorf kennenzulernen und sich damit – auch im Vergleich zu den anderen Parteien – auseinanderzusetzen. Mich freut dieses Interesse, und deshalb bin ich gerne am Infostand – ob gerade Wahlkampf ist oder nicht. Also wenn Ihr uns das nächste Mal dort stehen seht, bleibt gerne (wieder) stehen – wir freuen uns über jedes Gespräch, über jeden neuen Impuls.